Hendricksons Meinung

Wenn Kollegen zu viel Zeit haben

Ein ironischer Kommentar von Bestsellerautor

Dr. Lars Hendrickson

 

Wenn man Reaktionen von Kollegen hört, könnte man beinahe den Eindruck gewinnen, dass die ersten Wartezimmer verwaist sind und Zahnarztpraxen langsam aber kontinuierlich zu Wüstenstädten mutieren. Ein amüsantes Szenario: Eine verstaubte Praxis, eine vertrocknete Yuccapalma, ein einsamer Lochbohrer und eine Sprechstundenhilfe, die sich mit allerhand zahnärztlichem Gerät die Fingernägel macht.

 

Andere Zahnärzte haben vielleicht einfach nur zu viel Zeit: Zwei junge Zahnärzte aus dem kleinen niedersächsischen Dorf Duingen gehen in puncto Zahnarztlügen jetzt in die Offensive, zumindest glauben sie das. Den Praxisbetreibern Dr. med. dent. Ulrike H. Stern und der nicht promovierte Zahnarzt Stefan Voigt sind meine Bücher offenbar so viel wert, dass man mir eine eigene Rubrik auf ihrer Praxishomepage www.heilezähne.de widmet und mein Buch "Zahnarztlügen" sogar im Wartezimmer auslegt. Mutig könnte man meinen. Doch auch bei den - in zarten lindgrün - unglaublich sympathisch wirkenden Dentisten wird die Wartezeit wohl nicht dafür ausreichen mein 228 seitiges Buch zu studieren. Also doch nicht soviel Mut.

 

Doch wer steckt hinter dieser neuen „Zahnarztlügen-Fanseite“?

 

Die lindgrüne Praxis von Dr. med. dent. Ulrike H. Stern und Stefan Voigt. Eine betont moderne Ordination mit Zwinker-Lach-Männchen als Logo, das möglicherweise auch als Hinweis auf eine gewisse Ironie zu verstehen ist.  

 

Die beiden haben laut ihrer Homepage ein Ideal. Das ist schön in der heutigen Zeit. Bei Stern&Voigt liest sich das auszugsweise so:


„Vielleicht haben Sie unseren Praxis-Oldtimer gesehen. Er symbolisiert wunderbar die Grundidee unserer Arbeit: Wenn man sich zu Anfang die richtige Mühe macht und nicht knausert, hat man am Ergebnis lange Jahre seine Freude.“  


Die Herrschaften fahren also einen schicken Oldtimer, ob den wohl die Patienten finanziert haben? Wie dem auch sei: Nicht knausern ist also das Ideal bei Stern&Voigt. Warum kleckern wenn man auch klotzen kann? Nur rein damit, rein mit teuren Implantaten, Inlays und einer halben südafrikanischen Goldmine, man will schließlich gesund bleiben.  Da muss zur Not nicht nur der Patient sondern auch die privaten Zahnzusatzversicherung heftig bluten. Der Gesundheit zuliebe natürlich …


Wir veruschen, Risiken für unsere Patienten richtig einzuschätzen, um durch konsequente Prävention dafür zur sorgen, dass keine zahnmedizinischen Schäden entstehen"

Man versucht also die Risiken richtig einzuschätzen. Das klingt ehrbar. Aber ist es nicht so, dass Zahnärzte im Besonderen und Ärzte im Allgemeinen an gesunden Patienten nichts bzw. kaum etwas verdienen? Von was leben denn Zahnärzte, wenn alle ihre Patienten kerngesund wären und von heute auf morgen keine Zahnarztpraxis mehr brauchen? Wer bezahlt dann die nächste Tankfüllung für den schicken – sicher nicht spritsparenden oder umweltfreundlichen – Oldtimer?

„Wenn wir einen Schaden entdecken, werden wir ihn reparieren.“


Das klingt beinahe bedrohlich. Normalerweise hat der Patient da auch ein Wörtchen mitzureden, aber nicht knausern lautet ja das Ideal.


„Wir legen die Grundlagen, aber langfristig werden wir nur gemeinsam , also mit Ihrer Mithilfe Erfolg haben.“


Die Leser von Zahnarztlügen können das schon lange und das sogar einsam, ohne Zahnarzt. Und mit den gesparten Zahnarztrechnungen könnten sich Patienten ja auch einen netten Oldtimer leisten, nicht wahr Kollegen?


Dr. Stern und Herr Voigt geizen aber auch nicht mit gutgemeinten Ernährungsratschlägen. Auf die scheinbare Patientenfrage: "Muss ich denn auf die Nuss-Nougat-Creme verzichten?", haben Stern&Voigt natürlich eine Antwort parat:


„Ein Glas Nutella® am Tag ist was die Zähne angeht kein Problem! (Was das mit Ihrem Gewicht macht, ist eine ganz andere Frage.) Aber wenn es denn sein muss, essen Sie bitte das Glas Nutella® einmal."  


Jawohl, ja! Nur rein mit einem ganzen Glas!


Ein 400g Glas dieser Nuss-Nougat-Creme enthält ja auch nur:

124g Fett, 217g Zucker und 2.132 Kilokalorien (kcal).


Der durchschnittliche Tagesbedarf an Kalorien einer erwachsenen Frau liegt übrigens darunter. Wer nun wirklich ein Glas Nuss-Nougat-Creme am Tag isst, wäre damit bei knapp 80 Kilogramm Zucker pro Jahr, auf 80 Lebensjahre gerechnet: 6,4 Tonnen feinster kariesverursachender Industriezucker. Die wohl kaum ein Patient überleben würde.


Wer macht sich da noch Gedanken über Karies, Fettleibigkeit und Diabetes oder Krebszellen die Zucker verstoffwechseln? Das sind Ernährungstipps vom wahren Profi!  Und ich beschwere mich, dass Zahnärzte keine sinnvolle Ernährungsberatung leisten...


Ich hingegen empfehle – wenn schon - eine Nuss-Nougat-Creme ohne kariogene Zucker, die ist zwar auch Fett, dafür aber zahnfreundlich und insulinneutral. Wenn Stern&Voigt auch an gesunden Patienten interessiert sind, wundere ich mich doch ein wenig, warum von gesunden Alternativen nicht die Rede ist – eigenartig.


Doch was schreiben denn die Herrschaften über mein Buch? Mag man den beiden nämlich Glauben schenken, werden sie in letzter Zeit vermehrt auf „Zahnarztlügen“ angesprochen und möchten nun zu den von mir aufgestellten „10 größten Zahnarztlügen“ Stellung beziehen und mit missionarischen Eifer die Kundschaft aufklären. Hört sich gut an? Dann werfen doch einmal einen Blick darauf:


Dr. med. dent. Ulrike H. Stern und Stefan Voigt über: „Karies ist nicht heilbar“

 

Dr. Hendrickson sagt:

Rhetorisch gewitzt werfen die jungen Dentisten erst einmal eine Frage auf: „Was ist Heilung?“ und wollen mit patientenfreundlichen lateinischen Binsenweisheiten aus dem Studium brillieren: „restitutio ad integrum“. In diesem Fachchinesisch ist die Rede also von der Wiederherstellung des unversehrten Urzustandes.


Das ist bei Zähnen tatsächlich nicht möglich, aber es ist vielmehr im Allgemeinen nicht möglich. Das gilt auch für Haare, Haut, Augen, Herz etc. und den kleinen Zeh, denn alleine der kontinuierliche Alterungsprozess führt „restitutio ad integrum“ ad absurdum. Denn beispielsweise ihre Haut wird nie mehr so jung sein wie heute und zum unversehrten Urspungszustand kann Sie auch kein plastischer Chirurg führen. Die Zeit bleibt eben nicht stehen.


Da womöglich auch Stern&Voigt kein Geheimmittel haben um den Alterungsprozess zu stoppen, müssen wir schlichtweg einsehen, dass wir jeden Tag älter werden und mit jedem Tag ein kleines Stückchen mehr vom Urspungszustand entfernen. Daran kann auch die Medizin nichts ändern. Das hat nichts mit Gesundheit oder Krankheit zu tun und auch nichts mit Zähnen, Karies, Parodontose & Co.


Heilung ist ein sehr weiter Begriff. Hier betreiben die jungen Zahnärzte nun Haarspaltereien die möglicherwiese den Patienten verwirren, was  sicher nicht in deren Interesse. Der Beruf des Zahnarztes ist ein „Heilberuf“ – hört hört - und Stern&Voigt betreiben die Internetseite www.HeileZähne.de. Ein Schelm der dabei an Heilung im Sinne von „restitutio ad integrum“ denkt.  

 

Ich spreche von Heilung, wenn die Verbreitung einer Krankheit gestoppt und die Krankheitsursache dauerhaft beseitigt ist, und nichts anderes wollen die meisten Patienten und natürlich auch meine Leser.


Weiter unten geben Stern&Voigt beinahe zähneknirschend zu, dass eine Heilungsmöglichkeit bei Karies besteht. Dabei gehen sie in zwei Schritten vor: Zuerst stoppen sie die Karies, dann reparieren sie den befallenen Zahn. Also, die allgemein bekannte Flickschusterei mit bohren, füllen und berechnen, die dazu geführt hat, dass nur noch 95% der Deutschen an Zahnkrankheiten leiden. Ich denke nicht, dass ein Patient unter einem „reparierten“ Zahn, einen gesunden Zahn versteht. Und vom anfänglich erwähnten unversehrten Urzustand sind die Kollegen mit einer dicken Plombe, einem teuren Inlay oder einer Keramikkrone ganz weit entfernt.


Dr. med. dent. Ulrike H. Stern und Stefan Voigt über „Zähneputzen hilft gegen Karies“

 

Dr. Hendrickson sagt:

Zähneputzen ist durchaus sinnvoll, der Haken dabei ist nur: dass Zähneputzen alleine nicht wirkungsvoll vor Karies schützt. Essensreste sind zudem keine Kariesursache. Karies wird ausnahmslos durch Bakterien ausgelöst. Um gesund zu bleiben muss also etwas gegen die bakterielle Belastung unternommen werden. Die Formel ist nämlich ganz einfach:

 

Keine schädlichen Bakterien = keine Karies.


 Stern&Voigt haben aber auch noch eine Nebelkerze parat: „Ablagerungen aller Art, auch zuckerfreie, bieten Bakterien eine Lebensgrundlage“ ist zu lesen. Man könnte nun den Eindruck gewinnen, alle Lebensmittel wären kariogen. Das ist natürlich völliger Unsinn. Natürlich können Bakterien auf einem Stückchen Schinkenspeck leben, ernähren können sie sich davon aber noch lange nicht, denn dafür brauchen sie Zucker. Zumal nicht zu vergessen ist, dass auch auf der Zahnbürste und in einer Zahnarztpraxis Millionen schädlicher Bakterien (über-)leben.


Als optionale Ergänzung empfehlen die beiden Zahnärzte eine regelmäßige Tiefenreinigung. Das klingt nach Putzmittel oder Waschstraße. Gemeint ist damit aber eine professionelle Zahnreinigung (PZR). Das diese für Zahnärzte lukrative Behandlung angeboten wird wie Sauerbier ist ganz klar. Vor Karies schützen kann sie aber nicht! Es ist nur kosmetischer Schnickschnack ohne dauerhaften, nachweisbaren Vorteil für die Gesundheit. Über PZR habe ich ausführlich in meinen Büchern und in den Medien berichtet. Fazit: unsinnige, nicht ungefährliche Geldverschwendung!


„Eine vorhandene Karies kann man durch Putzen alleine nicht behandeln.“ Das ist natürlich richtig, doch das behauptet auch niemand. Man muss aktiv gegen Bakterien vorgehen und die Krankheitsursache bekämpfen, dies geschieht aber ganz offensichtlich in den meisten Praxen nicht.


Weiter schreiben Stern&Voigt: „Sie muss durch einen zahnärztlichen Eingriff gestoppt werden“. Das ist eine Zahnarztlüge! Denn müssen muss man überhaupt nichts – außer sterben. Mit Worten wie „starker Schädigung“ bis hin zum „Zahnverlust“ versuchen die Dentisten nun den Patienten Angst einzujagen und die gutgläubigen Patienten in den Zahnarztstuhl zu locken.

 

Das alte Lied der Zahnärzteschaft: für Angst und Schrecken sorgen, Panik verbreiten, die Zukunft in düstersten Farben malen und sich selbst als Retter in der Not – für teures Geld – anbieten.


Karies kann völlig ohne Zahnarzt gestoppt werden (Caries sicca). Das ist kein Wunder und auch keine Hexerei, sondern nur mit der konsequenten Beseitigung der bakterielle Krankheitsursache möglich und seit bald 100 Jahren bekannt. Das Problem für Zahnärzte dran: Für diese Therapie braucht man keinen Zahnarzt, auch keine im modischen, lindgrünen Poloshirt.


Dr. med. dent. Ulrike H. Stern und Stefan Voigt über „Man muss zum Zahnarzt“


Dr. Hendrickson sagt:

Recht haben die Beiden! Es gibt – zum Glück -  keine Besuchspflicht, auch wenn ich der festen Überzeugung bin, dass den meisten Zahnärzten eine derartige gesetzliche Regelung nur recht wäre. Wie wäre es mit Beugehaft, wenn sich jemand seinen gesunden, intakten Zahnschmelz nicht bei einer PZR abschrubben lassen will, oder ein horrendes Bußgeld wenn jemand nicht bereit ist die teuren Keramikverblendungen machen zu lassen?


„Sobald Sie allerdings Schmerzen haben, können wir nur noch reparieren.“

Stern&Voigt können also dann nur noch flicken und reparieren. Für den, der das mag sicher das Größte. Für alle anderen empfehle ich die Lektüre des Kapitels „Wie heile ich Karies“ in meinem Buch „Zahnarztlügen“.


„Besser wäre es, eine Erkrankung von vorneherein zu vermeiden, und dazu können wir in großem Maße beitragen“, schreiben Stern&Voigt auf Ihrer Zahnarztlügen-Fanseite. Mit ihrer Empfehlung von einem Glas Nuss-Nougat-Creme täglich wohl kaum.

 

Mit der heutigen Zahnmedizin und den meist halbherzigen Empfehlung der vieler Zahnklempner ist es nahezu unmöglich zahngesund zu bleiben. Solange die Zahnmedizin nicht die bakterielle Krankheitsursache bekämpft, wird es keine gesunden Patienten geben.


Dr. med. dent. Ulrike H. Stern und Stefan Voigt über die professionelle Zahnreinigung, oder wie es dort heißt: „Tiefenreinigung“

 

Dr. Hendrickson sagt:

Ich selbst bin ein großer Befürworter der Tiefenreinigung! Mehrmals im Jahr lasse ich diese meinem Auto angedeihen – Motorwäsche und Heißwachs inklusive. Ob man nun die Mogelpackung PZR (professionelle Zahnreinigung) kurzerhand umbenennt und dem Kind einen neuen Namen gibt, ändert nichts an der Tatsache, dass diese Behandlung keinen dauerhaften medizinischen Nutzen bringt. Wie wäre es mit dem neuen Begriff der „Ultra-Clean-Teeth-Hygienic-Brilliance-Moneymachine-Must-have-Reinigung 2.0“? Wie dem auch sei, lassen Sie sich – liebe Leser – nicht durch neue Begriffe täuschen.


Bei Stern&Voigt zeigt man sich aber serviceorientiert: „Es besteht die Möglichkeit, die professionelle Zahnreinigung durch antibakterielle Maßnahmen zu ergänzen.“


Das ist schön hypothetisch formuliert. Eine antibakterielle Therapie ist aber in meinen Augen die einzig sinnvolle Prophylaxe und zwar ohne professionelle Zahnreinigung. Stern&Voigt geben zwar zu, dass eine PZR nicht vor Karies schützt und das hört man wirklich selten aus Zahnärztemund, aber man besteht in Duingen auf einen „definitiven Schutz“ vor Parodontitis. Doch wie meine Leser wissen, lautet die Formel:

 

Keine schädlichen Bakterien = keine Parodontitis

und nicht

eine PZR = keine Parodontitis.

 

Gerade Parodontitispatienten berichten seit Jahrzehnten regelmäßig von den sensationellen Erfolgen der non-invasiven Therapie, also jener Behandlungsform für die ich seit Jahrzehnten stehe.


Dr. med. dent. Ulrike H. Stern und Stefan Voigt über die gute alte „Zahnseide“

 

Dr. Hendrickson sagt:

Mit dem seidenen Faden lassen sich die aggressiven Kariesbakterien leider nicht aus der Mundhöhle verscheuchten. Wäre ein netter Versuch, funktioniert aber schlichtweg nicht. Daher gibt es auch keinen wissenschaftlichen Beweis, dass das mühselige Gewerkel etwas bringt.  Im Gegenteil: Durch falsche Anwendung säbelt man sich förmlich den Zahnschmelz weg und das tragische dabei: Bakterien werden durch Zahnseide oft erst in die Zahnzwischenräume gezogen und Karies entsteht, obwohl genau das ja vermieden werden sollte.


Dr. med. dent. Ulrike H. Stern und Stefan Voigt über „Weisheitszähne (WHZ)“


Dr. Hendrickson sagt:

Fakt ist: Dass es nicht nur keine Beweis dafür gibt, dass sich durch Weisheitszähne die Frontzähne verschieben können, vielmehr ist es physikalisch überhaupt nicht möglich (siehe Grafik am Ende des Kommentars).


Weisheitszähne könnten, glaubt man den beiden Dentisten, zu einer bakteriellen Entzündung führen. Wie der Begriff aber schon sagt, braucht es dafür Bakterien und das funktioniert eben nur, weil in deutschen Zahnarztpraxen allgemein nichts gegen schädliche Bakterien unternommen wird. Wenn man die Patienten vor die Wahl stellen würde, ob sie lieber die Bakterien aus dem Mund verbannen oder die Weisheitszähne in einer riskanten, schmerzhaften Operation aus dem Körper reißen, wie würden sich die Patienten wohl entscheiden?


Doch Stern&Voigt gehen noch weiter: WHZ könnten auch zu Schäden am benachbarten Backenzahn führen. Dummerweise können sich Patienten durch einen zu beherzten, heftigen Schluck aus der Wasserflasche oder ein Schrotkügelchen im Wildbraten die Zähne ausschlagen oder schädigen. Dennoch kommen Zahnärzte (noch) nicht auf die Idee, alle Zähne prophylaktisch zu entfernen.


Der Trend WHZ zu reißen gibt es erst seit wenigen Jahren und das auch hauptsächlich im deutschsprachigen Raum. In Skandinavien etwa wäre dies unvorstellbar oder die Moral ist größer. Und welch Wunder: meine Landsleute im hohen Norden haben weltweit die gesündesten Zähne. Die Frankfurter Rundschau berichtet in ihrer Ausgabe vom 27.12.2010: „Einer Studie der Universität Bergen zufolge gibt es aus wissenschaftlicher Sicht keine generelle Empfehlung für das Ziehen von symptomlosen Weisheitszähnen. Die Entfernung erfolge bei vielen Patienten aus prophylaktischen Gründen und das auch dann, wenn keine Beschwerden vorliegen. Und die Studie geht mit ihrer Kritik noch weiter: Die meisten gesundheitlichen Komplikationen würden erst nach dem Entfernen der Zähne auftreten.“


Dr. med. dent. Ulrike H. Stern und Stefan Voigt über „Füllungen“

 

Dr. Hendrickson sagt:

Da stimmen mir die beiden Niedersachsen wenigstens vorbehaltlos zu: Füllungen schützen nicht vor Karies!

 

Dr. med. dent. Ulrike H. Stern und Stefan Voigt über weitere Zahnarztlügen

 

Auf die folgenden drei verbleibenden, nicht unwesentlichen Zahnarztlügen gehen Stern&Voigt nicht ein. Vielleicht hatten sie dazu keine Lust, keine Meinung oder keine Zeit mehr. Ein fader Beigeschmack bleibt allemal. Wie dem auch sei, zur Vollständigkeit hier die drei fehlenden Zahnarztlügen:

  • „Bleaching und Weißmacherzahncremes sind unschädlich“
  • „Zähne gehen im Alter eines Tages sowieso verloren“
  • „Karies und Parodontitis lassen sich nicht vermeiden

 

 

Physikalisch unmöglich: Weisheitszähne können keine Frontzähne verschieben.