Xylitol als süße Rettung
Seit Jahrzehnten ist die Zahnkaries in allen entwickelten Ländern das größte orale Gesundheitsproblem. Die Erkrankung ist dabei nicht nur volkswirtschaftlich von Bedeutung. Denn mittlerweile ist die Karies zum Paradebeispiel einer Zivilisationskrankheit geworden, unter der Millionen Menschen leiden. Man geht sogar davon aus, dass 95 Prozent der Deutschen Karies haben. Es ist dementsprechend auch für jeden einzelnen Patienten von Bedeutung, der an der Krankheit leidet. Epidemiologische Daten belegen eindeutig, dass Karies keineswegs ein im Aussterben begriffenes Problem ist – auch wenn Zahnärzte und die Lobby dahinter gerne jenes Bild vermittelt. Karies ist nicht heilbar?
Patienten sitzen mit der Überzeugung im Zahnarztstuhl, dass es keine Alternative gibt. Es ist der größte Skandal der Zahnmedizin, dass ihre Vertreter die Selbstheilungskräfte des Körpers verschweigen. Denn die Wahrheit sieht anders aus: Karies ist heilbar. Schon lange wissen Zahnärzte, dass sich kranke Kauleisten vollständig verhindern lassen. Es gab sogar eine Zeit, in der sie noch zwischen einer gutartigen und bösartigen Zahnkaries unterschieden. Gutartig ist sie dann, wenn die Zahnfäule geheilt und ausgetrocknet ist. Die Bakterien sind weg und der Krankheitsverlauf ist gestoppt.
Aber der Reihe nach: Karies befällt die Zähne, wenn sich krankmachende Bakterien im Mund einnisten. Je mehr es davon gibt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Zähne mit ihren sauren Stoffwechselprodukten zerstören. Wenn diese Bakterien im Mund fehlen, dann gibt es gleichzeitig keine Karies - unabhängig davon, wie viel Sie Zucker essen. Doch wenn sich Kariesbakterien wie kleine Würmchen im Mund tummeln, dann vermehren sie sich im Laufe der Zeit mit Zucker so stark, dass sich Milliarden Bazillen in einem klebrigen Belag zusammenrotten. Um die Zähne dann zu durchlöchern, brauchen Bakterien vor allem Zeit und Zucker. Das dauert. Doch früher oder später bekommen Sie Karies.
Im Zuge dieser Zerstörung können Patienten die Zahnfäule aufhalten: Wer auf zuckerhaltige Lebensmittel verzichtet, der entzieht den Bakterien ihre Nahrungsgrundlage. Was dann passiert, ist kein Hokuspokus. Wenn Kariesbakterien kein „Futter“ haben, dann können sie sich nicht mehr vermehren. Der Auslöser dafür ist eine zahngesunde Ernährung, die für den Körper günstige Umstände schafft und einen Heilungsprozess in Gang setzt. Zahnärzte betonen immer wieder, dass eine zahngesunde Ernährung nicht machbar sei. Wie aber der finnische Xylitforscher Kauko K. Mäkinen sagt, grenzt das bereits ein einen Behandlungsfehler. Denn sie ignorieren dabei den Zuckerausstauschstoff Xylit/Xylit oder auch Birkenzucker.
Von allen analysierten Zucker-Alternativen zeigte sich, das auch im menschlichen Körper natürlich vorkommende Xylit in vielen Studien als am besten geeignet. Dennoch werden von der Süßwarenindustrie vorwiegend aus Kostengründen andere nichtkariogene Zucker wie etwa Sorbit zur Herstellung zahnschonender Süßigkeiten verwendet. Dies ist bedauerlich, da so wertvolle kariespräventive Möglichkeiten verschenkt werden. Noch viel bedauerlicher ist, dass Zahnärzte in Deutschland die weltweiten Forschungen über Xylit einfach ignorieren. Aber warum?